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Zweirad gebraucht kaufen

Gebrauchtmotorräder: Erst durchchecken, dann kaufen


Wer sich für ein gebrauchtes Motorrad interessiert, sollte sich die Maschine vor der Kaufentscheidung gründlich anschauen.

Gebrauchtmotorräder sind eine interessante Alternative für alle, die nicht erst über viele Monate oder gar Jahre auf eine neue Maschine hin sparen möchten. Oft verbergen sich hinter den Angeboten echte Schnäppchen, manchmal aber auch "Pleiten", da die Maschine schon einiges an technischen Defiziten aufweist.
 

Sich für wenig Geld endlich den Traum vom eigenen Bike erfüllen

Umso wichtiger ist es, das Gebrauchtmotorrad vor der Kaufentscheidung gründlich auf Herz und Nieren zu überprüfen und sich nicht allein von der ersten Euphorie leiten zu lassen - ganz besonders gilt das bei einem Kauf von privat.

Hier finden Zweirad-Enthusiasten Tipps, wie sie Gebrauchtmotorräder rundum checken können, bevor sie ihr Geld in ein gebrauchtes Bike investieren.

Schnäppchen, aber sicher

Gebrauchtmotorräder: Schnäppchen machen auf sichere Art

Ein Schnäppchen machen oder sich einen lange gehegten Wunsch erfüllen: Viele Gründe sprechen dafür, sich bei Gebrauchtmotorrädern umzusehen.

Ein günstiges Schnäppchen als Einstiegsmaschine oder eine echte Rarität, nach der man schon lange gesucht hat - die unterschiedlichsten Gründe können dafür sprechen, sich bei Gebrauchtmotorrädern umzusehen. Nicht immer ist dabei allein der günstige Preis der ausschlaggebende Grund. Viele Motorradliebhaber träumen von ihrer allerersten Maschine und möchten sich irgendwann diesen "Youngtimer" als Zweitbike zulegen.

Damit das Vergnügen aber auch sicher ist, kommt es auf eine einwandfrei funktionierende Technik an. "Gerade bei Licht, Bremsen und Reifen sollte man keine Kompromisse eingehen, sondern auf einen einwandfreien Zustand des Gebrauchtmotorrades bestehen", sagt Zweirad-Experte Oliver Pflaum von MotorradreifenDirekt.

Vor dem Kauf gründlich prüfen

Vor dem Kauf das Gebrauchtmotorrad gründlich überprüfen

Bevor man sich zum Kauf eines gebrauchten Motorrades entschließt, sollte man die gesamte Technik gründlich unter die Lupe nehmen.

Der Kauf von Gebrauchtmotorrädern bei einem niedergelassenen Fachhändler birgt verschiedene Vorteile: Bei seriösen Anbietern werden die Maschinen vorab gründlich durchgecheckt, in jedem Fall ist der Fachhändler zu einer einjährigen Gewährleistung bei eventuellen Sachmängeln verpflichtet. Fällt also erst nach dem Kauf ein Mangel auf, ist der Händler in der Pflicht.

Beim Kauf unter Privatleuten kommt es umso mehr auf den Sachverstand des Käufers an, der das Gebrauchtmotorrad gründlich in Augenschein nimmt.
Ein Tipp dazu: "Wenn Biker sich unsicher fühlen, sollten sie einen technisch versierten Freund zur Besichtigung mitnehmen oder - noch besser - darauf bestehen, das Wunschbike in einer Werkstatt prüfen zu lassen. So kann ihnen manche unangenehme Überraschung erspart bleiben", erklärt Oliver Pflaum. "Und: Eine Probefahrt mit dem Motorrad der Wahl ist vor der Unterzeichnung des Kaufvertrages ebenfalls unverzichtbar."

 

Checkliste Gebrauchtmotorrad-Kauf

Checkliste für Gebrauchtmotorräder: Wie ist der technische Zustand?

Ist die Profiltiefe der Reifen noch ausreichend? Biker sollten nicht bis zur Verschleißgrenze der Gummis warten, sondern zuvor für Ersatz sorgen.

In jedem Fall bildet bei der Besichtigung eine umfassende Funktionsprüfung den ersten Schritt: Wie ist der erste Eindruck und wie ist der Pflegezustand des Gebrauchtmotorrades? Weisen Verkleidungen, Lenker oder Endschalldämpfer Kratzspuren auf, die auf Stürze und Unfälle hindeuten könnten?

"Vorsicht ist erst recht geboten, wenn sichtbar Öl austritt, etwa an der Vordergabel oder dem Motorblock", sagt Oliver Pflaum. "Verfügt das Bike über einen Kettenantrieb? Dann sollten Motorradfahrer auch die Antriebskette überprüfen - wenn sie durchhängt oder rostend ist, sollten sie vorsichtig sein."

Hier weitere wichtige Punkte für den Technik-Check im Überblick:

  • - Bremsen: Die Scheiben auf Absätze oder Riefen überprüfen. Die Beläge sollten mindestens noch vier Millimeter stark sein. Ein Warnzeichen sind ungleichmäßig abgenutzte Beläge.
  • - Schlüssel und Bordwerkzeug sollten komplett vorhanden sein, ebenso alle Papiere zu Ihrem Wunschmotorrad.
  • - Beleuchtung: Hier sind keine Kompromisse erlaubt. Stand-, Abblend- und Fernlicht, Bremslichter und Blinker sowie die Instrumentenbeleuchtung müssen einwandfrei intakt sein.
  • - Bereifung: Wie alt sind die Reifen? Wie viel Profiltiefe weisen die Pneus auf? Sind äußerliche Beschädigungen sichtbar? Vorsicht, wenn die Wunschmaschine lange gestanden hat. Dann könnten die Reifen womöglich spröde geworden sein. Bei einem günstigen Gebrauchtbike fahren Käufer auf jeden Fall sicherer, wenn sie direkt einen frischen, neuen Satz Motorradreifen aufziehen - dieser bietet in jedem Fall den besten Grip. "Gerade Motorradreifen sollten nie bis zur gesetzlich zulässigen Grenze abgefahren werden. Ein frühzeitiger Tausch sorgt für besseren Grip und somit mehr Fahrsicherheit", so Oliver Pflaum weiter. Wer schnell Reifenersatz benötigt, wird etwa im Onlineshop von MotorradreifenDirekt fündig. Pneus nahezu aller Reifenhersteller sind hier meist ab Lager verfügbar, entweder zum Versand nach Hause oder auf Wunsch zu einem Montagepartner in der Nähe. Besonders praktisch ist hier zudem die Bereifungsdatenbank, die mit wenigen Mausklicks direkt zu den Reifen-Paarungen führt, die für das jeweilige Bike zugelassen sind.
  • - Stimmt die Fahrzeugnummer? Interessenten sollten die Angabe in den Papieren mit der Nummer am Bike vergleichen, die meist am Rahmen rechts unter dem Lenker eingeschlagen ist.
  • - Tachometer: Wenn die Zeiger zittern, kann dies auf eine defekte Tachowelle hindeuten.

 

Fazit: Gebrauchtes Zweirad kaufen

Fazit: Den Gebrauchtmotorrad-Kauf gut planen

Wer gut vorbereitet ist und bestenfalls auch einen Motorrad-Experten greifbar hat, kann gute Preise erzielen und Geld sparen bei Gebrauchtmotorrädern.

Viele Fragen sind also rund um den Kauf eines Gebrauchtmotorrades zu beachten. An einer Werkstattprüfung und einem TÜV-Termin führt kein Weg vorbei, gerade bei einem Kauf von privat.

Schließlich benötigen Biker die Einschätzung des Experten auch, um einen realistischen Preis verhandeln zu können. Kunden sollten sich nicht von der Liebe auf den ersten Blick blenden lassen, sondern genau hinschauen - gerade auf den technischen Zustand.

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