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27.09.2016

Philipp Freitag: Starke Leistung auf Hockenheimring blieb unbelohnt

Beim ADAC Moto3 Northern Europe Cup im Rahmen der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft auf dem Hockenheimring konnte Philipp Freitag sich in der Moto3 Standard-Klasse in einer Vierergruppe behaupten

Beim ADAC Moto3 Northern Europe Cup im Rahmen der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft auf dem Hockenheimring konnte Philipp Freitag (Buchholz in der Nordheide, Team „F. Koch Rennsport & Hannes Allwardt“) sich in der Moto3 Standard-Klasse in einer Vierergruppe behaupten und gemeinsam mit dieser in den letzten Runden zum Führenden aufschließen. Ein herausgesprungener Gang warf ihn jedoch im Kampf um die Führung auf Platz zwei liegend in der vorletzten Runde auf Platz fünf zurück und brachte ihn so um den verdienten Lohn seines Einsatzes.

Das gut besuchte Finale der diesjährigen Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) auf dem Hockenheimring fand bei schönstem Wetter und Temperaturen von bis zu 24 °C statt. Die 3,7 km lange IDM-Variante des Kurses ist flüssig und schnell und somit ganz nach dem Geschmack des 19-jährigen Buchholzers. Im Vergleich zum letzten Jahr fiel aber bereits in den Trainings auf, dass die Grip-Verhältnisse etwas schlechter waren, so dass die Rundenzeiten generell langsamer als erwartet ausfielen. Im Qualifying hatte Philipp Freitag kein gutes Händchen: Er steckte wiederholt in einer Gruppe fest, in der zu viel zeitraubend taktiert wurde, und entschloss sich zu spät, seine Zeiten im Alleingang zu fahren. Der Norddeutsche qualifizierte sich als Siebter in der Standardwertung, wobei die Rundenzeiten der schnellsten Piloten nur wenige Zehntel auseinanderlagen. Da noch drei GPPiloten vor ihm lagen, rutschte er mit Startplatz zehn in die vierte Reihe.

Beim Rennstart konnte sich Philipp Freitag wieder auf seine Qualitäten verlassen und sich bereits in der ersten Kurve hervorragend durchsetzen: Er war auf Anhieb Dritter in der Standard-Klasse. Die Führung hatte Polesetter Simon Jespersen (Dänemark) übernommen. Freitag lag hinter dem Meisterschaftsführenden, Dirk Geiger (Kiefer Racing Team), der sich aber verbremste und Jespersen so zunächst die Flucht nach vorn ermöglichte. Freitag konnte diesen Fehler nicht ausnutzen, stattdessen schlossen von hinten Oliver König (Tschechien) und Sasha De Vits (Belgien) auf. In der vierköpfigen Verfolgergruppe wurde um die Positionen gekämpft, wobei Freitag die meiste Zeit die Führung der Gruppe innehatte, die er nur kurzzeitig wenige Male an König abgab. Vor die Gruppe der vier Standard-Piloten setzte sich der Schweizer GP-Pilot Jason Dupasquier (KTM Swiss Junior Team) mit seiner stärkeren KTM RC250GPR, was dazu beitrug, das Tempo der Gruppe zu erhöhen. Jespersen konnte lange Zeit seinen Vorsprung von mehr als drei Sekunden behaupten. Da die Gruppe aber immer schneller wurde und schließlich 1‘35“er Rundenzeiten fuhr, während Jespersens Rundenzeiten im 1‘36“er Bereich lagen und gegen Ende einbrachen, schmolz der Abstand dahin, und der Däne geriet unter Druck. Co Team Leader Hannes Allwardt (25) beschrieb es wie folgt: „Es war bis dahin die perfekte Choreographie: Philipp zeigte einen Hammer-Start, wehrte vehement Angriffe von hinten ab und schloss nach vorn rechtzeitig auf Jespersen auf. Ein Sieg lag in der Luft!“ Doch in der vorletzten Runde ereilte den Norddeutschen ein herber Rückschlag: Beim Rausbeschleunigen auf die Parabolika, in einem Augenblick, in dem maximale Motorleistung gefragt ist, sprang an seiner Honda NSF250R der Gang raus, so dass ihm die komplette Kampfgruppe wegzog. Der verzweifelte Versuch, die entstandene Lücke wieder zuzufahren, war aufgrund der verbleibenden kurzen Renndistanz ein Ding der Unmöglichkeit, sodass er am Ende auf einen für ihn enttäuschenden fünften Platz fuhr. „Ich habe alles gegeben und war fest davon überzeugt, einen weiteren Sieg einfahren zu können, doch so ist es für mich ein erneuter herber Rückschlag in der Meisterschaft geworden.“ fasste Philipp Freitag den Ausgang des Rennens zusammen.

Teamchef Frank Koch (45) ist mit seinem Schützling dennoch hochzufrieden: „Philipp hat im Rennen eine überragende Leistung und sehr viel Einsatz gezeigt. Es ist sehr schade, dass dies nicht angemessen belohnt wurde.“

In der Meisterschaft rückt Philipp Freitag auf Rang vier vor. Rein rechnerisch wäre der Titel noch in
Reichweite.

Meisterschaftsstand (Top 5) in der Standard-Klasse des ADAC Moto3 Northern Europe Cups:
1. Dirk Geiger (D) 133 Punkte (1 Sieg)
2. Simon Jespersen (DEN) 129 Punkte (2 Siege)
3. Oliver König (CZE) 104 Punkte (1 Sieg)
4. Philipp Freitag (D) 99 Punkte (2 Siege)
5. Kevin Orgis (D) 96 Punkte (1 Sieg)

Schon am kommenden Wochenende (30.09.-02.10.2016) stehen die beiden letzten Rennen der Meisterschaft auf dem TT Circuit im niederländischen Assen an. Die Rennen werden gemeinsam mit
der HEL Performance British Motostar Moto3 GP-Klasse im Rahmen der MCE Insurance British Superbike Championship (BSB) ausgetragen.

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