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zurück zur Übersicht 12.07.2016

After the flag - Part 3 (14/15.05.) - 3 Lauf DLC Most

Kennt ihr ihr eigentlich die Wochenenden, die man am Ende lieber ganz schnell vergessen möchte?

Genau so ein Wochenende war das leider in Most. Erfahrungen wurden dort reichlich gesammelt! Nur braucht diesen Stress leider kein Mensch.

Aber immer der Reihe nach. Es fing alles sehr romantisch an und wir reisten rechtzeitig am Freitag an, da bereits Rene in der Leightweight Trophy, seine kleine Gladius meisterlich um die sehr schöne Strecke Nordtschechiens bewegte und dafür bereits eher angereist war. Auch Timmy sollte mit seinem Gaststart in der GSX-R 750 Challenge bereits am Samstag die ersten Runden abspulen dürfen. So kam es dann auch und beide waren durch schönes, sauberes fahren aufgefallen und der Erfolg ließ nicht lange warten. Rene beendete beide Rennen auf Platz 1 und Timmy wurde im 2. Rennen sogar 3, obwohl er noch nie vorher die L1 Reihe der 750er probieren durfte.

Die Box 14 war bezogen, alles aufgebaut und hergerichtet. Auffällig vor unsere Box posierte zum ersten Mal in dieser Saison unser Conti-Truck, welcher fertig geworden war und brachte prompt zwei alte, bekannte Gesichter. Matthias „Schlinki“ und Kevin waren extra angereist, um unseren Klaus Bretter zu ersetzen, welcher dieses Wochenende einen wichtige Termin in Bremerhaven, beim jährlichen Fischereihafenrennen hatte. Dies stand bereits lange fest und so freuten wir uns, für diese Unterstützung der Jungs.

An dieser Stelle muss ich euch darüber informieren, das wir dieses Rennen leider nur auf 2 MVs machen mussten, da Timmys Lady noch nicht fertig vom Händler zurückgekommen war. 3 Mann - 2 Mopeds - Kein Problem !!!
Unser Qualifying und Training fiel auf den letzten Turn des Sonntags und musste auf Grund vieler kleiner Zwischenfälle auf den Montagmorgen verschoben werden. Nichts wurde es also mit der Abendspazierfahrt und ich musste mich mit meinem allerersten Ausritt auf die Strecke in Most auf morgen gedulden. Ich war die Strecke bereits 2 Mal abgelaufen und ich fühlte mich alleine durch den Lauf, als wäre ich bereits zu Hause. Da Ding sollte mir liegen …;-)

Bei Teammeeting einigten wir uns auf ein paar schnelle erste Runden, von erfahrenen Rene, welcher bereits oft im Most war und die Strecke gut kannst. Den Rest des Trainings von 09-9:45h sollte ich in die Hand nehmen, um Runden abzuspulen und die Ecken gut kennenzulernen. So kam Rene rein und genau 11Kurven später, war das kindliche Desaster bereits passiert. Ich kroatischer Vollpfosten war in der engen rechts unterem Meritor-Bogen übers Vorderrad gegangen. Völlig verschätzt!!! Das Ding falsch wahrgenommen, gemerkt das ich die Kurve so nicht bekomme, etwas aufgemacht, um härter bremsen zu können und „EINGEKLAPPT“.
FUCK … FUCK …FUCK…Affe, Spasti, du dämliche Bratwurst ging es nur unter dem Helm, während ich ein paar Purzelbäume schlug.
Alter Falter, selten war ich so über mich und meine unnötige Handlungsweise so sauer und irgendwo enttäuscht von mir selber. Das mir dieser alberne, so unnötige Fehler passiert, war in den nächsten 2 Stunden nicht mehr aus meinen Kopf zu bekommen. Dieser innere Unruhe, weil du dich über dich selber so ärgerst und keinen diesen Kampf in deinem Kopf, ausser du selber führen kannst. Und ich musste ihn führen…klingt echt etwas unsexy, aber mir kamen in der Box, ein paar Tränen, da es mir so leid tat, das ich jetzt dem gesamten Team 1 Std. vor Le Mans Start der 7 Stunden, so einen Stress produzierte.

Ich durfte mit tiefer Ehrfurcht und Dankbarkeit ansehen, wie Bernie, Thomas, Kevin und auch mein Besuch Franky Li gemeinsam an jeder Ecke und Kante anpackten und halfen, die MV wieder auf die Beine zu bekommen. Es war schön anzusehen, das Mensch in der Box waren und es nicht um Schuldzuweisungen oder sonstiges ging, sondern um produktives Zusammenarbeiten. Es wurde etwas hektisch, es wurde gearbeitet und nachdem Rene und Tim draußen ihre Turns auf unserem Pressebike beendeten, war ich nun dran und bekam einen zweites Kennenlernen mit Mme Most. Und ich habe ihn nicht verkackt ! Ich wurde von Runde zu Runde wärmer und konnte nach meinem Turn nochmals kurz sauer auf mich sein, weil es nicht hätte sein müssen.

Durch den Wechsel kam es nun das ich mit dem Pressebike an der Reihe war und ich fühlte mich so wohl, das ich in meinem 2. Turn mit einer 1:43,6 meinen Wohlfühlfaktor bestätigen konnten. Wir waren also alle flott unterwegs und auf Platz 1 in der Klasse und P10 der Gesamtwertung. Nun kommt der Teil den keiner brauchte und deshalb halte ich mich bei dieser destruktiven Entwicklung des Rennverlaufs kurz und knapp. Der Kühler der gestürzten MV hatte ja bekanntermaßen etwas abbekommen und wir hatten auch das Gefühl, wir hatten es hinbekommen, jedoch musste Timmy seinen Turn 2. Mal abbrechen, da Kühlwasser aus dem Ausgleichsschlauch trat. Nach dem 2. Mal musste er sie sogar an der Seite der Gegengeraden abstellen und mit Transponder in die Box laufen. Die Jungs waren leider dabei, für Renes Turn die Bremsbeläge zu wechseln und es ergab sich ein Problem mit einer Kolbenseite der Zangen, so dass wir mindestens 5 Runden verloren. Nachdem klar war, das wir nur noch auf einem Bike weitermachen konnten, hieß es Materialschonend zu fahren und zu schauen, welche Punkte wir noch nach Hause bekommen könnten.

Lange Rede, gar kein Sinn, am Ende wurden es 13 Punkte. Mehr war leider aus dieser Gesamtsituation nicht herauszuholen und jeder hat alles gegeben. Ich möchten mich bei jedem Teammitglied nochmals bedanken, das wir uns unterstützt haben. Ich habe feststellen müssten, das die Sonne an dem Tag nicht für mich schien und ich auch kein Foto von Heidi bekommen haben.

Wir lecken bereits fleißig unsere Wunden und sind lassen dieses Wochenende als „Erfahrung“ stehen und schauen sehr positiv nach vorne. Bretters Zweiradshop hat bereits für Nachtstunden eingelegt und MV Koryphäe Mario Ospalek steht mit toller Unterstützung da und darüber freuen wir uns sehr. Danke Marc Längerer von Xlite, der mit Truck und Showroom vollen Einsatz gezeigt hat.

Mehr zum Team hier:

Quelle: Viessmann Bretter Racing Team

 

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