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zurück zur Übersicht 11.05.2015

GCC Walldorf - Race Report

Jörg Albrecht: Aufholjagden!

German Cross Country Walldorf 25./26. April

Jörg Albrecht: Aufholjagden!

Wie bereits in den Vorjahren fand der Auftakt zur German Cross Country-Meisterschaft 2015 in Walldorf / Thüringen statt. Die vielen Helfer des rührigen Motorsportclub hatten wieder einmal eine schöne und teilweise selektive Strecke abgesteckt.

Jörg Albrecht, der mehrfache Meister der Klasse XC Super Senior der letzten Jahre hatte sich im Vorfeld der Saison dazu entschieden in die Klasse XC Pre Senior zu wechseln. „Die Entscheidung hatte mehrere Gründe. Der Lauf der XC Super Senior findet nun seit Jahren immer am Samstag Vormittag statt. Das macht häufig eine Anreise am Freitag nötig und das ist für einen Berufstätigen schon eine Belastung. Der Lauf der XC Pre Senior startet am Samstag spät nachmittags und es ist völlig ausreichend erst am Samstag anzureisen. Und natürlich suche ich auch nach einer neuen sportlichen Herausforderung. Die Fahrer in der XC Pre Senior sind teilweise deutlich jünger als ich und waren früher bereits erfolgreich im Endurosport unterwegs“, begründete der 53 jährige seinen Wechsel. Damit das Rennwochenende nicht zu nutzlos verstreicht, hat sich Jörg ebenfalls noch in der Klasse XC Expert eingeschrieben, die sonntags zusammen mit den Pros in einem Lauf startet.

Jörg setzt wie auch 2014 eine BETA RR300 2T ein und konnte sich deshalb in der Vorsaison in Ruhe um die perfekte Abstimmung des Motorrades kümmern. „Wir haben ein stimmiges Paket aus Motorleistung, Fahrwerk und Reifen abgestimmt bekommen. Das Motorrad entwickelt mit den PIRELLI-Reifen verlässlichen Grip und einen fast unglaublichen Vortrieb. Das passt ideal auf meinen Fahrstil“, so Jörg zu den rechtzeitig abgeschlossenen Vorbereitungen.

Wenn die Flagge fällt, gilt es!

Nach dem Start der Klasse XC Pre Senior befand sich Jörg auf dem dritten Rang. Am Ende der dritten Runde signalisierte er seiner Boxenmannschaft einen Defekt an der hinteren Bremse und kam sofort an die Box. Leider war eine Reparatur des Defektes nicht ohne Ersatzteil möglich und dieses war nicht sofort verfügbar. Es wurde zwar schleunigst aus dem Motorrad des Teamchefs ausgebaut, aber trotzdem verlor Jörg fast 8 Minuten in der Box. Als er wieder zurück auf die Strecke ins Rennen ging, war er bereits auf Platz 22 zurück gefallen. Nun begann eine sehenswerte Aufholjagd, die am Ende des Rennens noch zu einem nicht mehr erwarteten siebte Platz führte. „ Wir kennen die Ursache des Defektes nicht, er wurde möglicherweise ausgelöst durch eine Berührung mit einem anderen Fahrer. Der Defekt war zwar ärgerlich und ich hätte nicht erwartet, dass das Team in einer solch kurzen Zeit das Motorrad wieder vollständig einsatzbereit bekommt. Als ich wieder auf der Strecke war, genoss ich das Fahren und machte mir keine Gedanken um die Platzierung . Nun weiss ich, dass mein Speed stimmt und die Punkte können in der Meisterschaft noch wichtig sein. Wenn ich morgen früh fit bin, starte ich natürlich in der Klasse XC Expert“, resümierte Jörg das Auftaktrennen.

Wie von Jörg nicht anders zu erwarten, war er am Sonntag topfit! Wieder gelang ihm ein perfekter Start und er war sich sicher den eingenommen dritten Platz halten zu können, als sein Hinterrad in einer Auffahrt versprang und ihm den Vortrieb raubte. In Folge musste er umdrehen und die Umfahrung der schwierigen Stelle verwenden. Nach dieser zeitaufwändigen Aktion war er am Ende des Feldes und nun begann das, was Jörg schon am Vortag mit Bravour gezeigt hatte: Eine Aufholjagd! Und diese war noch erfolgreicher, denn sie endete auf dem vierten Platz.

Jörg nach der Siegerehrung

„Der Lapsus zu Beginn des Rennens hat mich ordentlich Zeit gekostet und am Ende war ich nur 34 Sekunden hinter dem Dritten. Das ist ein gutes Ergebnis! Ich hatte mich für den PIRELLI Mid Hard am Hinterrad entschieden, weil der Boden vor dem Rennen sehr kompakt war. Trotz des gegen Ende des Rennens einsetzenden Regens erwies sich der PIRELLI als die perfekte Wahl. Die BETA RR300 2T ist sehr gut gelaufen und der sanfte, aber kraftvolle Motor half auf dem schmierigen Boden. Letztendlich bin ich mit dem Wochenende zufrieden und schaue zuversichtlich nach vorne zum nächsten Lauf in Triptis. Mein besonderer Dank gilt Marc Zaddach, der obwohl nach einer heftigen Verletzung in der Vorsaison immer noch an Krücken, hier eine grosse Hilfe bei der Auswahl und Montage der Reifen war!“

Das nächste Rennen: GCC Triptis 16./17. Mai

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